Hallo und herzlich willkommen zu diesem umfassenden Blogartikel, in dem wir Dir detailliert aufzeigen, wie viel Umsatz Du als Selbstständiger benötigst, um ein monatliches Nettoeinkommen von 3.000 € zu erzielen. Dabei greifen wir auf praxisnahe Beispiele, fundierte Formeln und branchenspezifische Analysen zurück. Falls Du Dich schon einmal gefragt hast: „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“, bist Du hier genau richtig! Wir beleuchten alle relevanten Faktoren – von den betrieblichen Kosten über Steuern und Sozialabgaben bis hin zu effektiven finanziellen Strategien. Diesem Leitfaden liegt die Erfahrung zahlreicher Experten zugrunde, unter anderem auch viele hilfreiche Impulse einer erfahrenen Business-Expertin namens Stefanie.

Einführung in die Thematik

Als Selbstständiger ist es nicht immer einfach, den Überblick über die finanziellen Herausforderungen zu behalten. Gerade wenn es um komplexe Fragestellungen wie die Berechnung des benötigten Umsatzes geht, um am Ende 3.000 € netto zu erhalten, spielen zahlreiche Variablen eine Rolle. Denn neben den eigenen Lebenshaltungskosten stoßen noch Kosten wie Betriebsausgaben, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge hinzu. Die Fragestellung „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“ ist dabei nur ein Teil des Puzzles.

Du stehst vielleicht gerade am Anfang Deiner Selbstständigkeit oder bist bereits mittendrin, merkst jedoch, dass die Finanzplanung oft komplizierter ist, als man es sich vorstellt. In diesem Artikel möchten wir Dir Schritt für Schritt zeigen, welche Faktoren zu berücksichtigen sind, wie Du realistische Umsatzprognosen erstellst und welche Strategien Dir langfristig zu einem gesicherten Nettoeinkommen verhelfen können.

„Als Selbstständiger ist es wichtig, nicht nur den Umsatz, sondern die gesamte Kostenstruktur im Blick zu haben – das ist der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.“ – Stefanie [1]

Grundlagen der Umsatzberechnung für Selbstständige

Bevor wir in die detaillierte Kalkulation einsteigen, sollten wir zunächst grundlegende Begriffe klären. In der Umsatzberechnung unterscheidet man vor allem zwischen dem Bruttoumsatz und dem Nettoumsatz. Der Bruttoumsatz umfasst alle Deine Einnahmen, die Du generierst, bevor irgendwelche Abzüge vorgenommen werden. Der Nettoumsatz hingegen ist das Ergebnis nach Abzug der Umsatzsteuer, was die Basis für Deine Gewinnermittlung darstellt [5].

Um letztendlich ein Nettoziel von 3.000 € zu erreichen, müssen von Deinem Bruttoumsatz noch zahlreiche Posten abgezogen werden:

  • Betriebsausgaben: Hierzu zählen Miete, Bürokosten, Material, Software-Abonnements und weitere laufende Kosten.
  • Einkommensteuer: Die Steuerlast in Deutschland ist progressiv und steigt mit zunehmendem Einkommen.
  • Sozialversicherungsbeiträge: Auch als Selbstständiger trägst Du Abgaben zur Kranken-, Pflege-, und Rentenversicherung.
  • Sonstige Abgaben: Je nach Branche können auch Gewerbesteuer oder Kirchensteuer hinzukommen.

Ein vereinfachtes Modell zur Berechnung des benötigten Bruttoumsatzes hilft, die grundlegenden Zusammenhänge zu verstehen. Hier liefert die folgende Formel einen guten Überblick:

Benötigter Bruttoumsatz = (Betriebsausgaben + Nettoziel + Sozialversicherungen) / (1 – Steuersatz)

Zur Veranschaulichung: Bei Betriebsausgaben von 1.000 €, einem Nettoziel von 3.000 € und Sozialversicherungsbeiträgen von 800 €, sowie einem Steuersatz von 30%, benötigst Du:

(1.000 + 3.000 + 800) / (1 – 0,30) = ca. 6.857 € Bruttoumsatz [4]

Diese Formel zeigt bereits, wie viele Faktoren ineinandergreifen – und dass der benötigte Umsatz wesentlich höher ist als das angestrebte Nettoziel. Die Frage „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“ kann also nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss immer im Kontext der individuellen Kostenstruktur gesehen werden.

„Die Grundlage jeder erfolgreichen Finanzplanung ist ein tiefes Verständnis der eigenen Kosten – ohne diese Transparenz ist es nahezu unmöglich, realistische Umsatzziele zu setzen.“ – Stefanie [2]

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Betriebliche Kostenstruktur und deren Einfluss

Nun widmen wir uns einem der wichtigsten Themen: den betrieblichen Kosten. Jeder Selbstständige hat unterschiedliche Kosten, und diese unterteilen sich in zwei wesentliche Kategorien:

Fixkosten und variable Kosten

  • Fixkosten: Diese Kosten fallen regelmäßig an und sind unabhängig von Deinem Umsatz. Beispiele sind Miete, Versicherungen, und Software-Abonnements.
  • Variable Kosten: Diese Kosten variieren direkt mit Deinem Umsatz oder der Produktion. Hierzu zählen Materialkosten, Frachtkosten und projektbezogene Ausgaben.

In Handwerksbetrieben etwa können die Materialkosten bis zu 40 % des Umsatzes betragen. In solchen Fällen ist es oft notwendig, einen deutlich höheren Umsatz zu generieren, um das Nettoziel von 3.000 € zu erreichen [2][7]. Für Dienstleister und IT-Berater, die in der Regel weniger variable Kosten haben, gestaltet sich die Kalkulation oft günstiger, da die Betriebskosten vergleichsweise gering sind [4].

Denke immer daran: Es ist wichtig, zu wissen, welche Kosten in Deinem Business anfallen, damit Du präzise planen kannst. So kannst Du früher erkennen, ob Dein aktueller Umsatz ausreicht oder ob Optimierungsbedarf besteht.

„Eine gründliche Analyse Deiner Kostenstruktur schafft nicht nur Klarheit, sondern gibt Dir auch die nötige Sicherheit, um Deine Preise und Umsatzziele optimal anzupassen.“ – Stefanie [3]

Steuerliche Belastung und Progressionswirkung

Die steuerliche Belastung ist ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor bei der Ermittlung des benötigten Bruttoumsatzes. Hier spielt insbesondere die Einkommensteuer eine zentrale Rolle, die in Deutschland progressiv verläuft: Das bedeutet, je höher Dein Einkommen, desto höher fällt auch Dein Steuersatz aus.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer beginnt in Deutschland bei einem Grundfreibetrag (derzeit ca. 11.605 €) und steigt dann stufenweise an. Für ein zu versteuerndes Einkommen von beispielsweise 50.000 € beläuft sich die Einkommensteuer auf ca. 12.328 € [6]. Es ist daher essenziell, auch die Steuerlast bei der Planung Deines Unternehmens zu berücksichtigen, da sie einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen kann.

Umsatzsteuer

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umsatzsteuer, die mit einem Satz von 19 % (bzw. 7 % in bestimmten Branchen) erhoben wird. Diese wird zwar separat ausgewiesen und an das Finanzamt abgeführt, spielt aber – für die Berechnung des Nettoeinkommens – eine untergeordnete Rolle, da Du als Selbstständiger den Nettoumsatz (also ohne Umsatzsteuer) als Basis nutzt [5].

Du solltest auch daran denken, dass viele Selbstständige Steuervorauszahlungen leisten müssen. Das heißt, dass ein Teil der Steuern bereits im Voraus entrichtet wird, was Deine Liquiditätsplanung zusätzlich beeinflusst [8].

„Steuervorauszahlungen sind keine Strafe, sondern ein wichtiges Instrument, um Deine Liquidität zu steuern und böse Überraschungen am Jahresende zu vermeiden.“ – Stefanie [4]

Sozialversicherungsbeiträge im Detail

Als Selbstständiger trägst Du in den meisten Fällen auch die volle Verantwortung für Deine Sozialversicherungsbeiträge. Dabei sind insbesondere die Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zu berücksichtigen.

Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung

Im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung zahlst Du als Selbstständiger häufig mindestens 18,5 % Deines Einkommens. Dies kann je nach individuellem Tarif und Leistungsumfang variieren, bewegt sich jedoch in der Regel in einem monatlichen Rahmen von ca. 200 bis 300 €, wenn Dein Nettoziel bei 3.000 € liegt [3].

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist für viele Selbstständige freiwillig, wobei es bestimmte Berufsgruppen gibt, für die eine Pflichtbeitragspflicht besteht. Als Beispiel wurde in der Praxis einer Yogalehrerin gezeigt, dass nach Berücksichtigung aller Abzüge – inklusive eines Rentenversicherungsbeitrags – ein Nettoverdienst von ca. 1.400 € monatlich erzielt wird [1]. Dabei ist es entscheidend, dass diese Beiträge langfristig als Investition in Deine Altersvorsorge verstanden werden, auch wenn sie kurzfristig Dein verfügbares Einkommen mindern.

Die Planung dieser Beiträge ist essentiell, insbesondere wenn Du wissen möchtest, wie viel Umsatz Du tatsächlich benötigst, um Dein Ziel von 3.000 € netto zu erreichen. Eine falsche Kalkulation in diesem Bereich kann zu Liquiditätsengpässen führen.

„Plane stets auch die Sozialversicherungsbeiträge ein – sie sind zwar eine Investition in Deine Zukunft, können aber kurzfristig den benötigten Umsatz deutlich erhöhen.“ – Stefanie [5]

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Praktische Fallstudien und Branchenbeispiele

Um das Thema noch greifbarer zu machen, möchten wir Dir nun einige praktische Fallstudien vorstellen. Diese Beispiele zeigen auf, wie Unterschiede in der Branche – von IT-Freelancern bis hin zu Handwerksbetrieben – zu unterschiedlichen Mindestumsätzen führen.

Fallstudie 1: IT-Freelancer

Stell Dir vor, Du bist als IT-Freelancer tätig:

  • Stundensatz: 100 €
  • Monatliche Arbeitszeit: ca. 60 Stunden
  • Erzielter Bruttoumsatz: ca. 6.000 €
  • Betriebskosten: 500 € (Software, Büromiete etc.)
  • Sozialversicherungsbeiträge und Steuern: ca. 3.000 € gesamt

Somit ergibt sich folgendes Rechenbeispiel:

  • Bruttoumsatz: 6.000 €
  • Betriebsausgaben: 500 €
  • Sozialversicherungen und Steuern: 3.000 €
  • Übrig bleibt: 6.000 – 500 – 3.000 = 2.500 € netto

Um das Nettoziel von 3.000 € zu erreichen, müsstest Du entweder Deinen Stundensatz auf ca. 107 € erhöhen oder zusätzliche 10-15 % mehr Stunden abrechnen. Dies zeigt, wie eng die Kalkulation mit den individuellen Parametern verbunden ist und warum das Thema „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“ in der Praxis immer sehr individuell betrachtet werden muss.

Fallstudie 2: Handwerksbetrieb

Ein Handwerksbetrieb hat oft eine deutlich komplexere Kostenstruktur. Nehmen wir folgendes Beispiel an:

  • Bruttoumsatzziel: 9.000 €
  • Materialkosten: ca. 30 % des Umsatzes, also 2.700 €
  • Betriebsausgaben: ca. 1.500 €
  • Sozialversicherungsbeiträge: ca. 1.800 €
  • Einkommensteuer: ca. 2.250 €

Die Rechnung lautet also: 9.000 – 2.700 – 1.500 – 1.800 – 2.250 = 750 € netto. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass in bestimmten Branchen deutlich höhere Umsätze nötig sind, um das angestrebte Nettoeinkommen zu erzielen. Für Handwerksbetriebe ist es daher oft unumgänglich, Umsätze deutlich über 9.000 € – teils sogar über 20.000 € – zu erwirtschaften, um 3.000 € netto zu erreichen [2][7].

Fallstudie 3: Kreativbranche

Auch in kreativen Berufen, wie zum Beispiel als Grafikdesigner oder Fotograf, spielen oft projektbezogene Honorare eine große Rolle. Die Einnahmen können stark schwanken, während die Betriebsausgaben (für Material und Marketing) relativ hoch sind. Hier ist eine genaue Planung und ein flexibler Umgang mit Schwankungen entscheidend, um den gewünschten Nettoverdienst zu sichern.

Aus diesen Beispielen wird deutlich, dass die Antwort auf die Frage, „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“ notwendig zu erwirtschaften ist, immer von individuellen Faktoren abhängt:

  • Branche
  • Kostenstruktur
  • Preisstrategie
  • Arbeitszeit und Auslastung

Für Dich als Selbstständiger bedeutet das, dass eine detaillierte Planung und eine regelmäßige Überprüfung Deiner Zahlen unabdingbar sind. Nur so kannst Du sicherstellen, dass Dein Unternehmen langfristig profitabel bleibt.

Strategien zur Verbesserung Deines Umsatzziels

Jetzt, da Du die Grundlagen und die verschiedenen Einflussfaktoren kennst, möchten wir Dir konkrete Strategien vorstellen, wie Du Deinen Umsatz optimieren und Dein Nettoziel von 3.000 € erreichen kannst.

1. Effizienzsteigerung durch Digitalisierung

Die Digitalisierung bietet Dir vielfältige Möglichkeiten, Prozesse zu automatisieren und somit Zeit und Kosten zu sparen. Du kannst beispielsweise:

  • Automatisierte Rechnungsstellung und Buchhaltungstools (wie lexoffice oder sevDesk) einsetzen.
  • Cloudbasierte Projektmanagement-Tools wie Asana oder Trello verwenden, um Deine Projekte besser zu organisieren.
  • Online-Zahlungsabwickler nutzen, um den Zahlungseingang zu beschleunigen.

Diese Maßnahmen helfen Dir nicht nur, Deine Betriebsausgaben zu senken, sondern erhöhen auch die Transparenz Deiner Geschäftsprozesse – was wiederum eine realistischere Planung ermöglicht.

2. Preisanpassung und Upselling

Eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung Deiner Preise ist essenziell. Gerade wenn Du feststellst, dass der aktuelle Umsatz nicht zum Nettoziel von 3.000 € führt, solltest Du:

  • Die Preise Deiner Leistungen neu bewerten und gegebenenfalls an den Markt anpassen.
  • Zusätzliche Dienstleistungen oder Premium-Angebote in Dein Portfolio aufnehmen.
  • Deine Zielgruppe genau analysieren, um festzustellen, ob hier Potenzial zur Steigerung besteht.

3. Spezialisierung und Nischenfokussierung

Oftmals zahlt sich Spezialisierung aus. Indem Du Dich auf eine besonders profitable Nische konzentrierst, kannst Du höhere Honorare erzielen und Deine Marge verbessern. Ein klar definierter Marktsektor reduziert zudem den Wettbewerb und stärkt Deine Marktposition.

4. Optimierung der Arbeitszeit und Kapazitätsauslastung

Überlege, wie Du Deine Arbeitszeit effektiver gestalten kannst. Die Optimierung Deiner Prozesse, Kombination von Projekten und Delegation von Aufgaben an Partner oder Freelancer können Dir mehr Kapazitäten für lukrative Tätigkeiten verschaffen.

Denke dabei immer an Deine Frage: „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“ – eine präzise Planung und kontinuierliche Optimierung Deiner Prozesse sind der Schlüssel, um dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen.

Tools und Rechner für die Finanzplanung

Moderne Tools können Dir dabei helfen, alle notwendigen Berechnungen und Planungen einfach und effizient zu gestalten. Einige hilfreiche Tools sind:

  • Brutto-Netto-Rechner: Tools wie der Brutto-Netto-Rechner von Digitale Gründung [3] helfen Dir, Deine Einkommenssituation schnell zu überblicken.
  • Excel-Vorlagen: Es gibt zahlreiche vorgefertigte Templates, die Dir ermöglichen, Deine Betriebsausgaben, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge übersichtlich zu kalkulieren.
  • Buchhaltungssoftware: Mit Lösungen wie sevDesk oder Lexoffice behältst Du jederzeit den Überblick über Deine Finanzen.

Nutze diese Hilfsmittel, um Deine Planung zu optimieren und langfristig Erfolge zu erzielen. Sie bieten Dir einen klaren Blick auf Deine Finanzstruktur und ermöglichen Dir, gezielt Anpassungen vorzunehmen.

Langfristige Finanzplanung und Risikovorsorge

Eine solide Finanzplanung endet nicht mit der monatlichen Umsatzkalkulation. Auch langfristige Faktoren müssen berücksichtigt werden:

1. Steuerrücklagen

Experten empfehlen, rund 30-40 % Deines Umsatzes für Steuern und Sozialabgaben zurückzulegen [8]. Diese Rücklagen helfen Dir, unvorhergesehene finanzielle Engpässe zu vermeiden. Lege monatlich einen festen Prozentsatz deines Umsatzes zur Seite, um Deinen Steuerpflichten stets gewachsen zu sein.

2. Aufbau eines Notfallfonds

Die Selbstständigkeit ist naturgemäß von Schwankungen geprägt – seien es Ausfälle aufgrund von Krankheit oder saisonale Auftragsflauten. Ein Notfallfonds, in dem etwa 10-15 % Deines Nettoverdienstes zurückgelegt werden, schafft Sicherheit und sorgt dafür, dass Du auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibst.

3. Investitionen in die eigene Weiterbildung

Investiere kontinuierlich in Deine fachlichen und unternehmerischen Fähigkeiten. Dies steigert nicht nur Deine Expertise, sondern kann auch zu höheren Honoraren und einer verbesserten Marktposition führen.

Langfristige Planung beinhaltet also nicht nur die Zahlen vom heutigen Tag, sondern auch strategische Entscheidungen für morgen. So stärkst Du Deine Position als Selbstständiger nachhaltig.

Zusammenfassung und Fazit

In diesem Artikel haben wir Dir gezeigt, dass die Berechnung des erforderlichen Umsatzes, um ein Nettoziel von 3.000 € zu erreichen, ein komplexes Unterfangen ist. Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle:

  • Die Unterscheidung zwischen Brutto- und Nettoumsatz – eine fehlerfreie Kalkulation ist die Basis jeder finanziellen Planung [5].
  • Betriebsausgaben: Fixkosten und variable Kosten beeinflussen den benötigten Umsatz maßgeblich.
  • Steuern: Fortschreitende Einkommensteuertarife und Umsatzsteuer zeigen, dass der Bruttoumsatz deutlich über dem Nettoziel liegen muss, um alle Abzüge abzudecken [6][8].
  • Sozialversicherungsbeiträge: Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung müssen in der Kalkulation berücksichtig werden [1][3].
  • Branchenunterschiede: Während IT-Dienstleister oft mit geringen Materialkosten und hohen Honoraren schneller an das Nettoziel gelangen, benötigen Handwerksbetriebe häufig einen deutlich höheren Umsatz [2][7].

Abschließend lässt sich sagen, dass unter Berücksichtigung all dieser Faktoren für ein Nettoziel von 3.000 € Bruttoumsätze in einem weiten Spektrum liegen können. Wo Du in diesem Spektrum landest, hängt maßgeblich von Deiner individuellen Kostenstruktur, Deiner Branche und Deiner Fähigkeit ab, Deine Prozesse und Preise kontinuierlich zu optimieren. Ein detaillierter Blick auf Deine Zahlen und regelmäßiges Monitoring sind dabei unerlässlich – diese Analyse leistet Dir als praktischer Leitfaden einen enormen Mehrwert.

Es ist wichtig, dass Du Dir immer vor Augen hältst: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der kontinuierlichen Anpassung und Optimierung Deiner Strategie. Setze Dir realistische Ziele, überwache Deine Finanzen regelmäßig und nutze moderne Tools zur Unterstützung. Nur so kannst Du langfristig sicherstellen, dass Deine Kalkulationen stimmen und Du das angestrebte Nettoeinkommen erreichst.

Wir hoffen, dass dieser Artikel Dir wertvolle Einsichten liefert und Dich einmal mehr motiviert, Deine finanzielle Planung zu optimieren und stets am Ball zu bleiben. Bewahre Dir den Mut, auch mal nicht perfekte Zeiten zu überstehen, denn mit jedem Schritt lernst Du dazu und kommst Deinem Erfolg näher.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nachfolgend haben wir einige häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die Dir weiterhelfen sollen:

  • 1. Wie berechne ich den benötigten Bruttoumsatz, um 3.000 € netto zu erhalten?

    Nutze die Formel: (Betriebsausgaben + Nettoziel + Sozialversicherungsbeiträge) / (1 – Steuersatz). So kannst Du grob abschätzen, welchen Bruttoumsatz Du einfahren musst [4].

  • 2. Welche Kostenarten muss ich unbedingt berücksichtigen?

    Rechne unbedingt Deine fixen und variablen Betriebsausgaben, Steuern (Einkommensteuer und Umsatzsteuer) sowie Sozialversicherungsbeiträge ein [1][3].

  • 3. Welche Branchen erfordern einen höheren Umsatz, um 3.000 € netto zu erzielen?

    Branchen wie das Handwerk haben oft höhere Material- und Betriebskosten, sodass hier ein deutlich höherer Umsatz benötigt wird, im Vergleich zu Dienstleistern oder IT-Freelancern [2][7].

  • 4. Welche Tools können mir bei der Finanzplanung helfen?

    Tools wie Brutto-Netto-Rechner, spezialisierte Excel-Vorlagen und Buchhaltungssoftware (z. B. Lexoffice oder sevDesk) unterstützen Dich bei der genauen Erfassung und Planung Deiner Finanzen [3][6].

  • 5. Wie schaffe ich finanzielle Sicherheit bei schwankenden Einnahmen?

    Lege regelmäßige Steuerrücklagen an (30-40 % des Umsatzes) und baue einen Notfallfonds auf, um auch in Phasen mit Auftragsflauten abgesichert zu sein [8].

Abschließende Worte

Die Reise in die Selbstständigkeit ist spannend und voller Herausforderungen. Es gilt, stets den Überblick über alle relevanten finanziellen Faktoren zu behalten – von der Betriebsausgabenstruktur, über Steuern, Sozialversicherungsbeiträge bis hin zu effektiven Strategien zur Umsatzsteigerung. Die Frage, „selbstständig wieviel umsatz für 3.000 netto“ ist dabei nicht pauschal zu beantworten, sondern individuell abhängig von vielen Parametern.

Fasse Dir immer bewusst, dass jede Investition in die Optimierung Deiner Geschäftsprozesse und Finanzen langfristig Früchte tragen wird. Nutze alle verfügbaren Tools und Expertenrat, um Deine Ziele zu erreichen, und setze auf kontinuierliche Weiterbildung.

Mit einer stabilen Planung, regelmäßigem Monitoring und der nötigen Portion Durchhaltevermögen wirst Du in der Lage sein, Deine finanziellen Ziele zu erreichen und Dein Unternehmen nachhaltig zu führen. Bleibe flexibel, passe Deine Strategien an und verlier nie den Blick für das Wesentliche: den Erfolg Deines eigenen Business.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel zu lesen. Wir hoffen, dass Du nun ein besseres Verständnis dafür hast, wie viel Umsatz notwendig ist, um als Selbstständiger langfristig 3.000 € netto zu erwirtschaften – und dass Du wertvolle Anregungen für Deine weitere Finanzplanung mitnehmen konntest.

Wir wünschen Dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen auf Deinem Weg in die unternehmerische Freiheit!


Quellen:

  • [1] AKR Consult: Beispielberechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige für das Jahr 2021 – www.akr-consult.de/beispielberechnung-des-nettoeinkommens-fuer-selbststaendige-fuer-das-2021
  • [2] Selbstständig im Handwerk: Rentabilitätsvorschau – www.selbstaendig-im-handwerk.de/downloads/Broschueren/Broschuere_Selbststaendig_im_Handwerk_Kapitel-18.pdf
  • [3] Digitale Gründung: Brutto-Netto-Rechner – digitale-gruendung.de/selbststaendigkeit/brutto-netto-rechner
  • [4] Dr. Web: Gehalt Selbstständiger – www.drweb.de/gehalt-selbststaendiger/
  • [5] Zistemo: Umsatzberechnung – zistemo.de/blog/umsatz-und-gewinn-berechnen/
  • [6] FINOM: Einkommensteuerrechner – finom.co/de-de/rechner/einkommensteuer-rechner/
  • [7] Lillikoisser: Umsatzziele für Einzelunternehmer – lillikoisser.at/umsatz-einzelunternehmer/
  • [8] Gründerplattform: Steuern für Selbstständige – gruenderplattform.de/unternehmen-gruenden/steuern-fuer-selbststaendige

Von bak45

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